Präventionskampagne Stolpern

Suva

Im Auftrag der Suva haben wir eine Präventionskampagne entwickelt, um auf die Gefahren des Stolperns hinzuweisen. Diese wurden per Live-Aktionen und in einem Webvideo kommuniziert.

 

Stolpern und Stürzen ist Unfallursache Nummer eins in der Schweiz. Pro Jahr stolpern und verunfallen über 60’000 Menschen während der Arbeit, das ist jeder vierte Berufsunfall. Im Alltag (in der Freizeit ohne Sportunfälle) sind es sogar mehr als 120’000 Personen. Jeder vierte Unfall passiert dabei auf einer Treppe.

Im Rahmen der Suva-Prävention haben wir eine Idee entwickelt, welche unverblümt die möglichen Folgen eines Treppenunfalls aufzeigt und gleichzeitig das Bewusstsein für Gefahren auf Treppen schärft. Und wie schafft man das? Indem man die Menschen in ihrem gewohnten Lebensumfeld abholt und mit deutlich sichtbaren Unfallfolgen eines Sturzes konfrontiert. Wir haben die Suva-Statistiken quasi zum Leben erweckt.

 

In Zusammenarbeit mit der Migros setzten wir die Stolpern-Präventionsaktivitäten per Webvideo und Live-Aktionen in MMM-Filialen um. Für den realistischen «Unfall-Look» engagierten wir Maskenbildner, Promotoren zur Aufklärung und acht Statisten, die vor Ort ihre Rolle als Verunfallte spielten – jeder mit einem persönlichen Unfallhergang und einer Geschichte dazu. In-Store Radiospots machten die Migros-Kunden zusätzlich auf die Verunfallten aufmerksam. Schnell kam man ins Gespräch: «Was ist Ihnen denn zugestossen? Brauchen Sie Hilfe?». «Meist war den Menschen nicht bewusst, dass durch Stolpern auf der Treppe solch ernsthafte Verletzungen entstehen können», so das Fazit der Statisten.

 

Treppenkleber in den Migros-Filialen und Give-aways runden die Aktion ab und sollen auch danach noch an die Gefahren erinnern. Parallel schalteten wir ein Webvideo, das Verunfallte in alltäglichen Einkaufssituationen zeigt und mit einer überraschenden Auflösung auf die Thematik aufmerksam macht.

 

Die Präventionsaktion war ein voller Erfolg. Das Webvideo erhielt bis heute über 316’000 Views und die Zahlen wachsen stetig. Die unkonventionelle Herangehensweise an dieses wichtige Thema war auch der SRF-Tagesschau einen Beitrag wert. Die aufsehenerregende Präventionsmassnahme generiert ein neues Bewusstsein bei allen Beteiligten und zeigt, dass Prävention und Aufklärung spannend gelöst werden können um tatsächlich etwas zu verändern.

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